Statistik

Hypothesentests – Grundlagen

34 Lernkarten · 10 Übungsfragen · 9 Min Lesezeit

Die beschreibende Statistik sagt dir, wie deine Stichprobe aussieht. Sie sagt dir nicht, ob ein gefundener Unterschied mehr ist als Zufall – und genau diese Frage entscheidet in der Statistik-2-Klausur über die Punkte. Zwei Stichproben aus derselben Grundgesamtheit liefern praktisch nie denselben Mittelwert. Der Signifikanztest liefert deshalb keine Wahrheit, sondern eine Entscheidungsregel mit kontrolliertem Irrtumsrisiko: Er berechnet, wie unwahrscheinlich dein Ergebnis wäre, wenn in der Population gar kein Effekt existierte.

Diese Hypothesentest-Zusammenfassung geht den Stoff in der Reihenfolge durch, in der du ihn in der Klausur brauchst: Null- und Alternativhypothese richtig aufstellen, gerichtete gegen ungerichtete Fragestellung, Fehler 1. und 2. Art, Signifikanzniveau α und Teststärke, dann Prüfgröße, kritischer Wert, Ablehnbereich und p-Wert. Anschließend werden die Standardverfahren durchgerechnet: t-Test erklärt für eine Stichprobe, für unabhängige und für abhängige Stichproben, dazu der z-Test bei bekannter Varianz, beide Chi-Quadrat-Tests, die einfaktorielle Varianzanalyse im Überblick und die nichtparametrischen Alternativen. Jede Prüfgröße steht mit ihrem kritischen Wert aus der Tabelle da, damit du die Entscheidung ohne Tabellenwerk nachvollziehen kannst.

Besonderes Gewicht liegt auf den Stellen, an denen Klausuren gezielt nachhaken: Der p-Wert ist nicht die Wahrscheinlichkeit, dass H₀ stimmt. Ein nicht signifikantes Ergebnis beweist H₀ nicht, sondern lässt sie nur unwidersprochen. Ein kleineres α senkt bei festem n die Teststärke. Und Signifikanz ist keine Effektgröße: Bei sehr großem n wird auch ein praktisch bedeutungsloser Unterschied signifikant. Lernkarten und Übungsfragen unten prüfen genau diese Unterscheidungen. Du kannst alles direkt hier durcharbeiten – oder die Inhalte kostenfrei in deinen Learnboost Account übernehmen und dort mit Spaced Repetition, Lernplan und KI-Tutor weiterlernen.

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Zusammenfassung

Ein Hypothesentest beantwortet eine einzige Frage: Ist der Unterschied, den du in deiner Stichprobe siehst, groß genug, um ihn nicht mehr dem Zufall zuzuschreiben?

Von der Beschreibung zum Schluss

Die beschreibende Statistik fasst zusammen, was in den Daten steht; die schließende schließt von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit. Weil jede Stichprobe zufällig zustande kommt, schwankt jede Kennzahl um den wahren Wert; diese Schwankung misst der Standardfehler s / √n, der nur mit der Wurzel aus n sinkt. Mittelwert x̄ und Standardabweichung s gelten hier als bekannt.

Null- und Alternativhypothese

Die Nullhypothese H₀ behauptet, dass es den Effekt nicht gibt. Sie enthält immer das Gleichheitszeichen (=, ≤ oder ≥) – nur mit einem festen Wert ist die Verteilung der Prüfgröße bestimmbar. Die Alternativhypothese H₁ ist das Gegenstück mit ≠, > oder <.

Die Kunst liegt in der Zuordnung: Was du belegen willst, gehört in H₁ – nur für das Verwerfen von H₀ ist das Irrtumsrisiko durch α kontrolliert. Soll ein Training den Punktwert über μ₀ = 100 heben, lautet das Paar ungerichtet H₀: μ = 100 gegen H₁: μ ≠ 100, gerichtet H₀: μ ≤ 100 gegen H₁: μ > 100.

Ein- und zweiseitige Tests

Eine ungerichtete Hypothese fragt nur, ob ein Unterschied besteht: zweiseitiger Test, α verteilt sich zu je α/2 auf beide Verteilungsenden. Eine gerichtete Hypothese legt die Richtung fest: einseitiger Test, das ganze α liegt auf einem Ende und der kritische Wert rückt näher an die Mitte. Der Preis: Eine Abweichung in die Gegenrichtung kann nie signifikant werden.

Mit n = 25, x̄ = 104, μ₀ = 100 und s = 10 ist t = (104 − 100) / (10 / √25) = 4 / 2 = 2,00 bei df = 24. Aus der t-Tabelle bei df = 24 und α = 0,05: zweiseitig 2,064, einseitig 1,711. Dieselben Daten führen zweiseitig zum Beibehalten und einseitig zum Verwerfen von H₀ – deshalb muss die Richtung vor der Datenerhebung feststehen.

Fehler 1. und 2. Art, Signifikanzniveau und Teststärke

Beim Fehler 1. Art wird H₀ verworfen, obwohl sie zutrifft – ein Fehlalarm mit Wahrscheinlichkeit α (üblich 0,05 oder 0,01). Beim Fehler 2. Art wird H₀ beibehalten, obwohl H₁ zutrifft – ein vorhandener Effekt wird übersehen; seine Wahrscheinlichkeit β folgt aus Stichprobenumfang, wahrer Effektgröße, Streuung und α. Der eine Fehler bringt ein wirkungsloses Medikament auf den Markt, der andere lässt ein wirksames liegen.

Die Teststärke 1 − β ist die Wahrscheinlichkeit, einen vorhandenen Effekt auch zu finden; Konvention ist 0,80. Sie steigt mit größerem n, größerem wahren Effekt, kleinerer Streuung und größerem α. Daraus folgt der Zielkonflikt: Bei festem n senkt ein kleineres α die Teststärke, weil der Ablehnbereich schrumpft. Nur ein größeres n verbessert beide Fehlerrisiken zugleich.

Prüfgröße, kritischer Wert und Entscheidungsregel

Die Prüfgröße standardisiert die beobachtete Abweichung an ihrem Standardfehler, etwa t = (x̄ − μ₀) / (s / √n). Unter Gültigkeit von H₀ ist ihre Verteilung bekannt – hier die t-Verteilung mit df = n − 1. Aus ihr stammt der kritische Wert, der den Ablehnbereich abgrenzt: alle Werte, die unter H₀ zusammen höchstens mit Wahrscheinlichkeit α auftreten – zweiseitig in beiden Enden, einseitig in einem. Entscheidungsregel: Überschreitet der Betrag der Prüfgröße den kritischen Wert, wird H₀ verworfen, sonst beibehalten.

Der p-Wert – und was er nicht sagt

Der p-Wert ist die Wahrscheinlichkeit, unter Gültigkeit von H₀ ein mindestens so extremes Ergebnis zu erhalten wie das beobachtete. Er ersetzt den Tabellenvergleich: p ≤ α bedeutet dasselbe wie „Prüfgröße im Ablehnbereich“. Zweiseitig zählen beide Richtungen, der p-Wert ist dann doppelt so groß. Für z = 2,40 ist p ≈ 0,016: Gälte H₀, lieferten nur rund 1,6 % aller Stichproben ein so extremes oder extremeres Ergebnis.

Drei Fehldeutungen kosten Punkte: p ist nicht die Wahrscheinlichkeit, dass H₀ wahr ist – die Rechnung setzt H₀ als gültig voraus. p ist nicht die Irrtumswahrscheinlichkeit der Entscheidung. Und p ist keine Effektstärke.

Warum ein nicht signifikantes Ergebnis nichts beweist

Der Test ist unsymmetrisch: Verwirfst du H₀, ist das Risiko durch α gedeckelt. Behältst du H₀ bei, ist das zugehörige Risiko β meist unbekannt und bei kleiner Stichprobe groß. Deshalb wird H₀ beibehalten, nicht angenommen: „Kein Beleg für einen Unterschied“ ist etwas anderes als „Beleg für keinen Unterschied“. Wer Gleichheit zeigen will, braucht ein Äquivalenztestverfahren.

Ablauf eines Signifikanztests

Sechs Schritte in dieser Reihenfolge: H₀ und H₁ formulieren und über die Richtung entscheiden; α festlegen, vor dem Blick in die Daten; Verfahren wählen und seine Voraussetzungen prüfen; Prüfgröße und Freiheitsgrade berechnen; kritischen Wert oder p-Wert bestimmen; entscheiden und interpretieren, mitsamt Effektstärke.

Die wichtigsten Testverfahren

Der Ein-Stichproben-t-Test: t = (x̄ − μ₀) / (s / √n), df = n − 1. Der z-Test ist baugleich, setzt aber σ als bekannt voraus: z = (x̄ − μ₀) / (σ / √n) gegen 1,96 zweiseitig oder 1,645 einseitig (Standardnormalverteilung, α = 0,05). Da σ praktisch nie bekannt ist, dominiert der t-Test.

Der t-Test für unabhängige Stichproben poolt bei Varianzhomogenität zuerst: s²p = ((n₁ − 1)·s₁² + (n₂ − 1)·s₂²) / (n₁ + n₂ − 2), dann t = (x̄₁ − x̄₂) / (s_p · √(1/n₁ + 1/n₂)), df = n₁ + n₂ − 2. Für zwei Gruppen à 20 mit x̄₁ = 78, s₁ = 8, x̄₂ = 72, s₂ = 6 ist s_p = 7,07 und t = 2,68 bei df = 38 gegen 2,024 (t-Tabelle, α = 0,05 zweiseitig) – signifikant.

Der t-Test für abhängige Stichproben rechnet mit den Differenzen der Paare: t = d̄ / (s_d / √n), df = n − 1 mit n als Zahl der Paare; für 16 Paare also df = 15 und ein kritischer Wert von 2,131 (t-Tabelle, α = 0,05 zweiseitig). Die Paarung rechnet Personenunterschiede heraus, das Design ist teststärker.

Die Chi-Quadrat-Tests arbeiten mit Häufigkeiten: χ² = Σ (O − E)² / E. Beim Unabhängigkeitstest ist E = Zeilensumme · Spaltensumme / n und df = (Zeilen − 1) · (Spalten − 1); eine 2×2-Tabelle hat also df = 1 und den kritischen Wert 3,841 (Chi-Quadrat-Tabelle, α = 0,05). Beim Anpassungstest gilt df = Kategorien − 1, vermindert um jeden geschätzten Parameter; ein Würfeltest über sechs Kategorien hat df = 5 und den kritischen Wert 11,07 (Chi-Quadrat-Tabelle, α = 0,05).

Die einfaktorielle Varianzanalyse vergleicht mehr als zwei Gruppen in einem Test: F = MS_zwischen / MS_innerhalb, df₁ = k − 1, df₂ = N − k. Für k = 3 Gruppen à 10 mit MS_zwischen = 40 und MS_innerhalb = 10 ist F = 4,00 bei df₁ = 2 und df₂ = 27 gegen 3,35 (F-Tabelle, α = 0,05) – signifikant, aber nur als Aussage, dass sich irgendwo zwei Gruppen unterscheiden; welche, klären Post-hoc-Vergleiche mit Alpha-Korrektur. Nichtparametrische Alternativen rechnen mit Rängen: Mann-Whitney-U ersetzt den unabhängigen, der Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test den abhängigen t-Test. Sie brauchen keine Normalverteilung, kosten aber Teststärke, wenn sie erfüllt ist.

Voraussetzungen und was bei Verletzung hilft

Die Unabhängigkeit der Beobachtungen ist die härteste Voraussetzung: nachträglich nicht reparierbar, nur über das Design zu sichern. Die Normalverteilung betrifft das Merkmal in der Population; dank des zentralen Grenzwertsatzes ist der t-Test ab etwa 30 Fällen pro Gruppe robust, bei kleinem n oder starker Schiefe weicht man auf Rangverfahren aus. Die Varianzhomogenität prüft der Levene-Test; ist sie verletzt, korrigiert die Welch-Variante die Freiheitsgrade. Bei den Chi-Quadrat-Tests sollten die erwarteten – nicht die beobachteten – Häufigkeiten mindestens 5 betragen, sonst Kategorien zusammenfassen oder den exakten Test nach Fisher rechnen.

Konfidenzintervall und zweiseitiger Test

Das Konfidenzintervall für den Mittelwert lautet x̄ ± t(1 − α/2; df) · s / √n. Im Eingangsbeispiel ergibt das 104 ± 2,064 · 2 = [99,87; 108,13]; der Wert 100 aus H₀ liegt darin – dieselbe Aussage wie „nicht signifikant“. Beim z-Beispiel liegt 500 außerhalb von [502,20; 521,80] – signifikant. Beide Wege führen immer zur gleichen Entscheidung; zusätzlich zeigt das Intervall, wie präzise geschätzt wurde. Zur Deutung: Das Verfahren überdeckt bei wiederholter Ziehung 95 % der Fälle – nicht der Parameter liegt mit 95 % Wahrscheinlichkeit im berechneten Intervall.

Effektstärke, Bedeutsamkeit und multiples Testen

Cohens d misst den Unterschied in Einheiten der Streuung und hängt damit nicht am Stichprobenumfang: d = (x̄ − μ₀) / s beziehungsweise d = (x̄₁ − x̄₂) / s_p, mit 0,2 als kleinem, 0,5 als mittlerem und 0,8 als großem Effekt; im Gruppenbeispiel oben ist d = 0,85. Signifikanz ist keine Effektgröße: Bei n = 10.000, x̄ = 100,5, μ₀ = 100 und s = 10 ist t = 0,5 / 0,1 = 5,00 – hochsignifikant, während d = 0,05 praktisch null ist. Ein großes n macht jeden noch so kleinen Unterschied signifikant.

Beim multiplen Testen hält jeder Test α ein, das Risiko summiert sich aber: Bei 5 unabhängigen Tests zum Niveau 0,05 liegt die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Fehler 1. Art bei 1 − 0,95⁵ = 0,226, bei 20 Tests bei rund 64 %. Bonferroni teilt das Niveau auf die Zahl der Tests auf, bei 5 Tests also 0,01 – einfach, aber konservativ; Holm und Benjamini-Hochberg sind sparsamer.

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Was leistet ein Signifikanztest – und wodurch unterscheidet er sich von beschreibender Statistik?

Die beschreibende Statistik fasst zusammen, was in den erhobenen Daten steht. Der Signifikanztest gehört zur schließenden Statistik: Er nutzt die Stichprobe, um eine Aussage über die Grundgesamtheit zu treffen. Weil jede Stichprobe zufällig schwankt, liefert er keine Wahrheit, sondern eine Entscheidungsregel mit kontrolliertem Irrtumsrisiko – er quantifiziert, wie unwahrscheinlich das beobachtete Ergebnis wäre, wenn in der Population kein Effekt existierte.

Wie stellst du Null- und Alternativhypothese auf, und welche enthält das Gleichheitszeichen?

H₀ behauptet, dass es den Effekt nicht gibt, und enthält immer das Gleichheitszeichen (=, ≤ oder ≥) – nur mit einem festen Wert lässt sich die Verteilung der Prüfgröße bestimmen. H₁ ist das Gegenstück mit ≠, > oder < und enthält das, was du belegen willst. Beispiel bei μ₀ = 100: ungerichtet H₀: μ = 100 gegen H₁: μ ≠ 100, gerichtet H₀: μ ≤ 100 gegen H₁: μ > 100. Die Forschungshypothese gehört in H₁, weil nur für das Verwerfen von H₀ das Risiko durch α kontrolliert ist.

Was unterscheidet gerichtete von ungerichteten Hypothesen – und was folgt daraus für den Ablehnbereich?

Ungerichtet (H₁: μ ≠ μ₀) heißt zweiseitig testen: Das Niveau wird auf beide Verteilungsenden aufgeteilt, je α/2. Gerichtet (H₁: μ > μ₀) heißt einseitig testen: Das ganze α liegt auf einem Ende, der kritische Wert rückt näher an die Mitte, der Test wird in dieser Richtung empfindlicher. Der Preis ist, dass eine Abweichung in die Gegenrichtung nie signifikant werden kann. Beispiel mit t = 2,00 und df = 24: zweiseitig ist der kritische Wert 2,064 (H₀ bleibt), einseitig 1,711 (H₀ fällt). Deshalb muss die Richtung vor der Datenerhebung feststehen.

Definiere Fehler 1. und 2. Art und nenne ihre Konsequenzen.

Fehler 1. Art: H₀ wird verworfen, obwohl sie zutrifft – ein Fehlalarm, seine Wahrscheinlichkeit ist das vorab festgelegte α. Fehler 2. Art: H₀ wird beibehalten, obwohl H₁ zutrifft – ein vorhandener Effekt wird übersehen, seine Wahrscheinlichkeit heißt β und wird nicht festgelegt, sondern ergibt sich aus n, wahrer Effektgröße, Streuung und α. Praktisch: Ein Fehler 1. Art bringt ein wirkungsloses Medikament auf den Markt, ein Fehler 2. Art lässt ein wirksames liegen.

Was ist die Teststärke, und wovon hängt sie ab?

Die Teststärke 1 − β ist die Wahrscheinlichkeit, einen tatsächlich vorhandenen Effekt auch als signifikant zu erkennen; als Konvention gilt 0,80. Sie steigt mit größerem Stichprobenumfang, größerem wahren Effekt, kleinerer Streuung im Merkmal und größerem α – sowie beim einseitigen Test in der vorhergesagten Richtung. Daraus folgt der Zielkonflikt: Bei festem n senkt ein kleineres α die Teststärke, weil der Ablehnbereich schrumpft. Nur ein größeres n verbessert α-Schutz und Teststärke gleichzeitig.

Erkläre Prüfgröße, kritischen Wert, Ablehnbereich und Entscheidungsregel.

Die Prüfgröße standardisiert die beobachtete Abweichung an ihrem eigenen Standardfehler, etwa t = (x̄ − μ₀) / (s / √n). Unter Gültigkeit von H₀ ist ihre Verteilung bekannt, hier die t-Verteilung mit df = n − 1. Der kritische Wert grenzt den Ablehnbereich ab: den Bereich derjenigen Prüfgrößenwerte, die unter H₀ zusammen höchstens mit Wahrscheinlichkeit α auftreten – zweiseitig in beiden Enden, einseitig nur in einem. Entscheidungsregel: Überschreitet der Betrag der Prüfgröße den kritischen Wert, wird H₀ verworfen, sonst beibehalten.

Wie ist der p-Wert definiert, und was bedeutet p = 0,016 konkret?

Der p-Wert ist die Wahrscheinlichkeit, unter Gültigkeit von H₀ ein mindestens so extremes Ergebnis zu erhalten wie das beobachtete. p = 0,016 heißt also: Gälte H₀, lieferten nur rund 1,6 % aller Stichproben ein so extremes oder extremeres Ergebnis. Die Entscheidungsregel p ≤ α ist gleichwertig zum Vergleich der Prüfgröße mit dem kritischen Wert. Beim zweiseitigen Test zählen beide Richtungen mit, der zweiseitige p-Wert ist deshalb doppelt so groß wie der einseitige.

Warum beweist ein nicht signifikantes Ergebnis die Nullhypothese nicht?

Weil der Test unsymmetrisch gebaut ist: Beim Verwerfen von H₀ ist das Risiko durch α gedeckelt, beim Beibehalten ist das zugehörige Risiko β unbekannt und bei kleiner Stichprobe oft groß. H₀ wird deshalb beibehalten, nicht angenommen. „Kein Beleg für einen Unterschied“ ist etwas anderes als „Beleg für keinen Unterschied“. Wer Gleichheit wirklich zeigen will, braucht ein Äquivalenztestverfahren statt eines gewöhnlichen Signifikanztests.

Nenne den Ablauf eines Signifikanztests in sechs Schritten.

1. H₀ und H₁ formulieren und über ein- oder zweiseitig entscheiden. 2. α festlegen – vor dem Blick in die Daten. 3. Testverfahren wählen und seine Voraussetzungen prüfen. 4. Prüfgröße berechnen und Freiheitsgrade bestimmen. 5. Kritischen Wert nachschlagen oder p-Wert bestimmen. 6. Entscheiden und inhaltlich interpretieren, mitsamt Effektstärke. Die Reihenfolge ist Teil der Methode: α und Richtung nach Sichtung der Daten zu wählen, entwertet das Ergebnis.

Wie lautet die Prüfgröße des Ein-Stichproben-t-Tests? Rechne mit n = 25, x̄ = 104, μ₀ = 100 und s = 10.

t = (x̄ − μ₀) / (s / √n) mit df = n − 1. Der Standardfehler ist 10 / √25 = 10 / 5 = 2, also t = (104 − 100) / 2 = 2,00 bei df = 24. Aus der t-Tabelle bei df = 24 und α = 0,05 zweiseitig: 2,064. Wegen |2,00| < 2,064 fällt die Prüfgröße nicht in den Ablehnbereich, H₀ wird beibehalten. Einseitig wäre der kritische Wert 1,711 und die Entscheidung fiele umgekehrt aus.

Wann rechnest du einen z-Test statt eines t-Tests? Rechne z für n = 36, x̄ = 512, μ₀ = 500 und σ = 30.

Der z-Test setzt die Populationsstreuung σ als bekannt voraus: z = (x̄ − μ₀) / (σ / √n). Der t-Test schätzt sie dagegen aus der Stichprobe durch s und nutzt deshalb die t-Verteilung mit df = n − 1. Rechnung: Standardfehler 30 / √36 = 5, also z = (512 − 500) / 5 = 2,40. Kritischer Wert der Standardnormalverteilung bei α = 0,05 zweiseitig: 1,96. Wegen 2,40 > 1,96 wird H₀ verworfen. Da σ in der Praxis fast nie bekannt ist, dominiert der t-Test.

Wie rechnest du den t-Test für unabhängige Stichproben? Beispiel: n₁ = n₂ = 20, x̄₁ = 78, s₁ = 8, x̄₂ = 72, s₂ = 6.

Bei Varianzhomogenität zuerst poolen: s²p = ((n₁ − 1)·s₁² + (n₂ − 1)·s₂²) / (n₁ + n₂ − 2) = (19·64 + 19·36) / 38 = 1900 / 38 = 50, also s_p = √50 = 7,07. Standardfehler: s_p · √(1/n₁ + 1/n₂) = 7,07 · √0,1 = 2,236. Prüfgröße: t = (78 − 72) / 2,236 = 2,68 bei df = n₁ + n₂ − 2 = 38. Aus der t-Tabelle bei df = 38 und α = 0,05 zweiseitig: 2,024. Wegen 2,68 > 2,024 wird H₀ verworfen.

Wie rechnest du den t-Test für abhängige Stichproben? Beispiel: 16 Paare, mittlere Differenz d̄ = 3,2, s_d = 5,0.

Getestet werden nicht die Rohwerte, sondern die Differenzen je Paar: t = d̄ / (s_d / √n) mit df = n − 1, wobei n die Zahl der Paare ist. Standardfehler: 5,0 / √16 = 5,0 / 4 = 1,25, also t = 3,2 / 1,25 = 2,56 bei df = 15. Aus der t-Tabelle bei df = 15 und α = 0,05 zweiseitig: 2,131. Wegen 2,56 > 2,131 wird H₀ verworfen. Weil die Paarung die Unterschiede zwischen Personen herausrechnet, ist dieses Design bei gleichem n meist teststärker als der Vergleich unabhängiger Gruppen.

Wie funktioniert der Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstest? Rechne die 2×2-Tabelle mit 70/30 gegen 50/50 bei n = 200.

Erwartete Häufigkeit einer Zelle: Zeilensumme · Spaltensumme / n. Prüfgröße: χ² = Σ (O − E)² / E, Freiheitsgrade: df = (Zeilen − 1) · (Spalten − 1). Bei 100 Personen mit Lernplan (70 bestanden) und 100 ohne (50 bestanden) sind die Randsummen 120 und 80, also E = 100·120/200 = 60 für die Bestanden-Zellen und 40 für die übrigen. Die Beiträge lauten 100/60 = 1,67 und 100/40 = 2,50, jeweils zweimal: χ² = 8,33 bei df = 1. Aus der Chi-Quadrat-Tabelle bei α = 0,05: 3,841. Wegen 8,33 > 3,841 wird H₀ verworfen.

Wie funktioniert der Chi-Quadrat-Anpassungstest? Rechne 120 Würfe mit 15, 22, 18, 25, 20, 20.

Er vergleicht eine beobachtete Häufigkeitsverteilung mit einer theoretischen; df = Kategorien − 1, vermindert um jeden aus den Daten geschätzten Parameter. Bei einem fairen Würfel sind je 120/6 = 20 Würfe zu erwarten. Die Beiträge: (15−20)²/20 = 1,25, (22−20)²/20 = 0,20, (18−20)²/20 = 0,20, (25−20)²/20 = 1,25, die beiden Zwanziger liefern 0. Summe: χ² = 2,90 bei df = 5. Aus der Tabelle bei α = 0,05: 11,07. Wegen 2,90 < 11,07 wird H₀ beibehalten – die Abweichungen sind mit einem fairen Würfel gut vereinbar.

Wozu dient die einfaktorielle Varianzanalyse, und wie liest du ihr Ergebnis? Beispiel: k = 3, je n = 10, QS zwischen 80, QS innerhalb 270.

Sie vergleicht mehr als zwei Gruppen in einem Test, statt viele t-Tests zu rechnen und damit das Fehlerrisiko aufzublähen. Prüfgröße: F = MS_zwischen / MS_innerhalb mit df₁ = k − 1 und df₂ = N − k. Hier ist N = 30, also df₁ = 2 und df₂ = 27, MS_zwischen = 80/2 = 40 und MS_innerhalb = 270/27 = 10, damit F = 4,00. Aus der F-Tabelle bei α = 0,05: 3,35. Wegen 4,00 > 3,35 ist der Test signifikant – er sagt aber nur, dass sich irgendwo zwei Gruppen unterscheiden. Welche, klären Post-hoc-Vergleiche mit Alpha-Korrektur.

Wie hängen ein 95-%-Konfidenzintervall und der zweiseitige Test zusammen?

Das Intervall lautet x̄ ± t(1 − α/2; df) · s / √n und führt immer zur gleichen Entscheidung wie der zweiseitige Test zum Niveau α: Liegt der Wert aus H₀ im Intervall, ist das Ergebnis nicht signifikant, liegt er außerhalb, ist es signifikant. Beispiel: 104 ± 2,064 · 2 = [99,87; 108,13] enthält μ₀ = 100 – nicht signifikant. Beim z-Beispiel ist 512 ± 1,96 · 5 = [502,20; 521,80], und 500 liegt außerhalb – signifikant. Zusätzlich zeigt das Intervall, wie präzise geschätzt wurde.

Welche Aussage über die Nullhypothese ist richtig?

  • ✓ H₀ enthält immer das Gleichheitszeichen, weil nur mit einem festen Wert die Verteilung der Prüfgröße bestimmbar ist.
  • H₀ ist stets die Hypothese, die die Forscherin belegen möchte.
  • H₀ enthält immer ein Ungleichheitszeichen wie ≠ oder >.
  • H₀ und H₁ dürfen sich überlappen, solange beide plausibel sind.

Was beschreibt der Fehler 1. Art korrekt?

  • ✓ H₀ wird verworfen, obwohl sie zutrifft; die Wahrscheinlichkeit dafür ist α.
  • H₀ wird beibehalten, obwohl H₁ zutrifft; die Wahrscheinlichkeit dafür ist α.
  • H₁ wird verworfen, obwohl sie zutrifft; die Wahrscheinlichkeit dafür ist β.
  • Die Prüfgröße wird falsch berechnet, weil die Voraussetzungen verletzt sind.

Du senkst bei gleichbleibendem Stichprobenumfang α von 0,05 auf 0,01. Was passiert?

  • ✓ Der Ablehnbereich schrumpft, β steigt und die Teststärke sinkt.
  • Die Teststärke steigt, weil der Test strenger wird.
  • β bleibt unverändert, weil α und β voneinander unabhängig sind.
  • Beide Fehlerwahrscheinlichkeiten sinken gleichzeitig.

Ein Test liefert p = 0,03 bei α = 0,05. Welche Interpretation ist korrekt?

  • ✓ Wäre H₀ wahr, lieferten nur 3 % aller Stichproben ein mindestens so extremes Ergebnis; H₀ wird verworfen.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass H₀ wahr ist, beträgt 3 %.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die getroffene Entscheidung falsch ist, beträgt 3 %.
  • Der Effekt erklärt 3 % der Varianz und ist damit klein.

Wann rechnest du einen z-Test statt eines t-Tests für einen Mittelwert?

  • ✓ Wenn die Populationsstreuung σ bekannt ist; sonst schätzt man sie durch s und nutzt die t-Verteilung.
  • Wenn die Stichprobe kleiner als 30 ist, weil der t-Test dann nicht definiert ist.
  • Wenn das Merkmal nominalskaliert ist.
  • Wenn zwei Gruppen statt einer verglichen werden sollen.

Dieselben 30 Personen werden vor und nach einem Training getestet. Welches Verfahren passt?

  • ✓ Der t-Test für abhängige Stichproben, gerechnet über die Differenzen mit df = 29.
  • Der t-Test für unabhängige Stichproben mit df = 58.
  • Der Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstest mit df = 1.
  • Der Ein-Stichproben-t-Test über alle 60 Messwerte mit df = 59.

Eine Kreuztabelle hat 3 Zeilen und 4 Spalten. Wie viele Freiheitsgrade hat der Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstest?

  • ✓ df = (3 − 1) · (4 − 1) = 6
  • df = 3 · 4 − 1 = 11
  • df = 3 + 4 − 2 = 5
  • df = n − 1, hängt also vom Stichprobenumfang ab.

Ein t-Test ergibt p = 0,42. Welche Formulierung ist fachlich sauber?

  • ✓ Die Daten liefern keinen Beleg für einen Unterschied; H₀ wird beibehalten.
  • Es wurde gezeigt, dass die Gruppen gleich sind.
  • H₀ wird angenommen, der Effekt ist also nachweislich null.
  • Der Unterschied ist zu 42 % zufällig entstanden.

Bei n = 10.000 ist x̄ = 100,5 gegenüber μ₀ = 100 bei s = 10. Wie ist das Ergebnis einzuordnen?

  • ✓ t = 0,5 / 0,1 = 5,00 und damit hochsignifikant, aber d = 0,05 und praktisch bedeutungslos.
  • Nicht signifikant, weil der Unterschied nur 0,5 Punkte beträgt.
  • Signifikant und zugleich ein großer Effekt, weil die Prüfgröße 5,00 beträgt.
  • Nicht auswertbar, weil bei so großem n kein t-Test mehr zulässig ist.

Welche Änderungen erhöhen die Teststärke eines Tests? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ Ein größerer Stichprobenumfang
  • ✓ Ein größerer wahrer Effekt in der Population
  • ✓ Eine kleinere Streuung des Merkmals
  • ✓ Ein größeres Signifikanzniveau α
  • Ein kleineres α bei unverändertem n
  • Ein zweiseitiger statt eines einseitigen Tests bei zutreffender Richtungsannahme

Welche Aussagen über das Signifikanzniveau α treffen zu? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ α ist die Wahrscheinlichkeit für einen Fehler 1. Art.
  • ✓ α wird vor der Datenerhebung festgelegt.
  • ✓ Beim zweiseitigen Test verteilt sich α zu je α/2 auf beide Verteilungsenden.
  • α ist die Wahrscheinlichkeit, dass H₀ wahr ist.
  • α gibt an, wie stark der gefundene Effekt ausfällt.

Welche Voraussetzungen hat der t-Test für unabhängige Stichproben in seiner klassischen Form? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ Unabhängigkeit der Beobachtungen
  • ✓ Normalverteilung des Merkmals in beiden Populationen
  • ✓ Varianzhomogenität der beiden Gruppen
  • ✓ Metrisches Skalenniveau der abhängigen Variable
  • Gleich große Gruppen
  • Erwartete Häufigkeiten von mindestens 5 pro Zelle

Welche Reaktionen auf verletzte Voraussetzungen sind fachlich richtig? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ Bei verletzter Varianzhomogenität die Welch-Korrektur des t-Tests verwenden
  • ✓ Bei stark schiefen Daten und kleinem n auf den Mann-Whitney-U-Test ausweichen
  • ✓ Bei abhängigen Daten und verletzter Normalverteilung den Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test verwenden
  • ✓ Bei zu kleinen erwarteten Häufigkeiten Kategorien zusammenfassen oder den exakten Test nach Fisher rechnen
  • Bei abhängigen Beobachtungen einfach den gewöhnlichen t-Test rechnen, das gleicht sich aus
  • α nachträglich auf 0,10 anheben, damit das Ergebnis signifikant wird

Welche Aussagen über Konfidenzintervalle treffen zu? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ Enthält das 95-%-Intervall den Wert aus H₀, ist der zweiseitige Test zum Niveau 0,05 nicht signifikant.
  • ✓ Das Intervall zeigt zusätzlich, wie präzise geschätzt wurde.
  • ✓ Bei größerem n wird das Intervall schmaler.
  • Der wahre Parameter liegt mit 95 % Wahrscheinlichkeit im konkret berechneten Intervall.
  • Ein Konfidenzintervall ersetzt die Angabe der Effektstärke.

Welche Aussagen über Cohens d treffen zu? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ d misst den Unterschied in Einheiten der Streuung.
  • ✓ d hängt anders als die Prüfgröße nicht vom Stichprobenumfang ab.
  • ✓ Als Faustregel gelten 0,2 als kleiner, 0,5 als mittlerer und 0,8 als großer Effekt.
  • ✓ Beim Gruppenvergleich lautet die Formel d = (x̄₁ − x̄₂) / s_p.
  • Ein signifikantes Ergebnis bedeutet automatisch ein großes d.
  • d wird mit steigendem n größer.

Welche Aussagen zum multiplen Testen treffen zu? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ Bei 5 unabhängigen Tests zum Niveau 0,05 liegt die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Fehler 1. Art bei 1 − 0,95⁵ ≈ 0,23.
  • ✓ Die Bonferroni-Korrektur setzt das lokale Niveau auf α geteilt durch die Zahl der Tests, bei 5 Tests also 0,01.
  • ✓ Bonferroni ist konservativ und kostet Teststärke.
  • ✓ Die Varianzanalyse vermeidet das Problem, indem sie alle Gruppen in einem Test vergleicht.
  • Jeder einzelne Test hält α ein, deshalb ist auch die Serie unproblematisch.

Welche Zuordnungen von Fragestellung und Verfahren sind richtig? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ Zwei unabhängige Gruppen, Merkmal metrisch und normalverteilt: t-Test für unabhängige Stichproben
  • ✓ Zwei Messzeitpunkte an denselben Personen: t-Test für abhängige Stichproben
  • ✓ Zusammenhang zweier kategorialer Merkmale in einer Kreuztabelle: Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstest
  • ✓ Drei oder mehr Gruppen, Merkmal metrisch: einfaktorielle Varianzanalyse
  • ✓ Zwei unabhängige Gruppen, Merkmal ordinalskaliert: Mann-Whitney-U-Test
  • Vergleich einer beobachteten Häufigkeitsverteilung mit einer theoretischen: t-Test für eine Stichprobe

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Übungsfragen

1. Eine Stichprobe von n = 25 Studierenden erreicht x̄ = 104 Punkte bei s = 10. Getestet wird zweiseitig gegen μ₀ = 100 bei α = 0,05. Welche Prüfgröße und welche Entscheidung ergeben sich?

  • ✓ t = 2,00 bei df = 24; wegen 2,00 < 2,064 wird H₀ beibehalten.
  • t = 2,00 bei df = 24; wegen 2,00 > 1,711 wird H₀ verworfen.
  • t = 0,40 bei df = 25; wegen 0,40 < 2,060 wird H₀ beibehalten.
  • t = 10,00 bei df = 24; H₀ wird hochsignifikant verworfen.

Lösung:

Der Standardfehler beträgt s / √n = 10 / √25 = 2, also t = (104 − 100) / 2 = 2,00 bei df = n − 1 = 24. Aus der t-Tabelle bei df = 24 und α = 0,05 zweiseitig: 2,064. Wegen |2,00| < 2,064 liegt die Prüfgröße nicht im Ablehnbereich, H₀ wird beibehalten.

Zwei Fallen stecken in dieser Aufgabe. Erstens sind die Freiheitsgrade n − 1 = 24, nicht n. Zweitens ist der einseitige kritische Wert 1,711 und damit kleiner als 2,064 – wer die Seitigkeit vertauscht, käme zur gegenteiligen Entscheidung, obwohl die Fragestellung ungerichtet ist. Die Richtung darf nicht nachträglich gewählt werden, nur weil das Ergebnis sonst nicht signifikant wird. Der Wert t = 0,40 entspräche der Effektstärke d = (104 − 100) / 10, nicht der Prüfgröße: Die Prüfgröße teilt durch den Standardfehler, die Effektstärke durch die Streuung.

2. Eine Studie berichtet p = 0,03 bei α = 0,05. Welche Interpretation des p-Werts ist korrekt?

  • ✓ Wäre H₀ wahr, lieferten nur 3 % aller Stichproben ein mindestens so extremes Ergebnis wie das beobachtete.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass H₀ wahr ist, beträgt 3 %.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die getroffene Entscheidung falsch ist, beträgt 3 %.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass H₁ wahr ist, beträgt 97 %.

Lösung:

Der p-Wert ist eine bedingte Wahrscheinlichkeit unter Gültigkeit von H₀: Er gibt an, wie wahrscheinlich ein mindestens so extremes Ergebnis wäre, wenn H₀ zuträfe. Er sagt nichts darüber, wie wahrscheinlich H₀ selbst ist.

Die Berechnung setzt H₀ als gültig voraus; deshalb kann das Ergebnis keine Wahrscheinlichkeit für H₀ sein – die Bedingung lässt sich nicht einfach umdrehen. Ebenso wenig ist p die Irrtumswahrscheinlichkeit der konkreten Entscheidung: Diese Rolle spielt α, und α wird vorab festgelegt, nicht aus den Daten berechnet. Auch die Ergänzung auf 97 % für H₁ ist unzulässig, weil H₁ in der Rechnung überhaupt nicht vorkommt. Der p-Wert misst zudem keine Effektgröße: Bei großem n wird auch ein winziger Unterschied klein im p-Wert.

3. Welche Aussagen über Fehler 1. Art, Fehler 2. Art und Teststärke treffen zu? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ Beim Fehler 1. Art wird H₀ verworfen, obwohl sie zutrifft; die Wahrscheinlichkeit dafür ist α.
  • ✓ Beim Fehler 2. Art wird H₀ beibehalten, obwohl H₁ zutrifft; die Wahrscheinlichkeit dafür ist β.
  • ✓ Bei festem n senkt ein kleineres α die Teststärke.
  • ✓ Die Teststärke 1 − β steigt mit wachsendem Stichprobenumfang.
  • α und β lassen sich bei festem Stichprobenumfang gleichzeitig beliebig klein machen.
  • β wird wie α vor der Datenerhebung frei festgelegt.

Lösung:

Richtig sind die vier Aussagen zu den Definitionen der beiden Fehlerarten, zum Absinken der Teststärke bei kleinerem α und zum Anstieg der Teststärke mit größerem n. Falsch ist, dass sich α und β bei festem n gleichzeitig beliebig senken lassen, und ebenso, dass β frei festgelegt wird.

Ein kleineres α verschiebt den kritischen Wert nach außen und verkleinert den Ablehnbereich. Damit werden weniger Ergebnisse signifikant, auch echte Effekte fallen häufiger durch: β steigt, die Teststärke sinkt. Bei festem n sind α und β deshalb gegenläufig; nur ein größerer Stichprobenumfang verbessert beides, weil er den Standardfehler verkleinert. β ergibt sich außerdem aus wahrer Effektgröße, Streuung, n und α – geplant wird es über die Stichprobenplanung, festgelegt wird es nicht.

4. 200 Studierende, davon 100 mit und 100 ohne Lernplan. Bestanden haben 70 der Lernplan-Gruppe und 50 der Vergleichsgruppe. Welche Prüfgröße und welche Entscheidung liefert der Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstest bei α = 0,05?

  • ✓ χ² = 8,33 bei df = 1; wegen 8,33 > 3,841 wird H₀ verworfen.
  • χ² = 8,33 bei df = 3; wegen 8,33 > 7,815 wird H₀ verworfen.
  • χ² = 4,17 bei df = 1; wegen 4,17 > 3,841 wird H₀ knapp verworfen.
  • χ² = 8,33 bei df = 199; wegen 8,33 < 233 wird H₀ beibehalten.

Lösung:

Die Randsummen lauten 120 bestanden und 80 nicht bestanden. Erwartet werden je 100 · 120 / 200 = 60 Bestandene und 100 · 80 / 200 = 40 Nichtbestandene pro Gruppe. Die vier Beiträge sind 100/60 = 1,67 und 100/40 = 2,50, jeweils zweimal, also χ² = 8,33. Bei einer 2×2-Tabelle ist df = (2 − 1) · (2 − 1) = 1, der kritische Wert aus der Chi-Quadrat-Tabelle bei α = 0,05 beträgt 3,841. Wegen 8,33 > 3,841 wird H₀ verworfen: Bestehen und Lernplannutzung sind nicht unabhängig.

Die Freiheitsgrade hängen beim Unabhängigkeitstest nur an der Tabellenform, nicht am Stichprobenumfang: df = (Zeilen − 1) · (Spalten − 1), hier also 1. Der Anpassungstest verwendet dagegen df = Kategorien − 1, vermindert um jeden aus den Daten geschätzten Parameter – die beiden Formeln werden regelmäßig verwechselt. Wer die Beiträge nur für eine Zeile summiert, landet bei 4,17 und damit bei einer knappen Fehlentscheidung. Zu prüfen ist außerdem die Voraussetzung, dass die erwarteten Häufigkeiten mindestens 5 betragen; mit 40 und 60 ist sie hier deutlich erfüllt.

5. Zwei unabhängige Gruppen zu je 20 Personen erreichen x̄₁ = 78 mit s₁ = 8 und x̄₂ = 72 mit s₂ = 6. Berechne die gepoolte Varianz, die Prüfgröße und die Freiheitsgrade, entscheide bei α = 0,05 zweiseitig (kritischer Wert 2,024) und beurteile die Effektstärke.

Lösung:

Gepoolte Varianz: s²p = ((n₁ − 1)·s₁² + (n₂ − 1)·s₂²) / (n₁ + n₂ − 2) = (19 · 64 + 19 · 36) / 38 = 1900 / 38 = 50. Daraus s_p = √50 = 7,07.

Standardfehler der Mittelwertsdifferenz: s_p · √(1/20 + 1/20) = 7,07 · √0,1 = 2,236. Prüfgröße: t = (78 − 72) / 2,236 = 2,68 bei df = n₁ + n₂ − 2 = 38.

Entscheidung: Aus der t-Tabelle bei df = 38 und α = 0,05 zweiseitig lautet der kritische Wert 2,024. Wegen 2,68 > 2,024 liegt die Prüfgröße im Ablehnbereich, H₀ wird verworfen – der Mittelwertsunterschied ist signifikant.

Effektstärke: Cohens d = (78 − 72) / 7,07 = 0,85. Nach den üblichen Konventionen (0,2 klein, 0,5 mittel, 0,8 groß) ist das ein großer Effekt. Signifikanz und Effektstärke stützen sich hier also gegenseitig.

Der häufigste Rechenfehler ist die Verwechslung von s²p und s_p: In den Standardfehler geht die Wurzel ein. Ein zweiter Klassiker sind die Freiheitsgrade – bei zwei unabhängigen Gruppen gilt df = n₁ + n₂ − 2 = 38, nicht n − 1 = 19. Beachte den Unterschied zwischen Prüfgröße und Effektstärke: t teilt die Differenz durch den Standardfehler und wächst deshalb mit n, während d durch die Streuung teilt und vom Stichprobenumfang unabhängig ist. Deshalb gehört zu jedem signifikanten Ergebnis eine Effektstärke. Voraussetzungen des Verfahrens sind unabhängige Beobachtungen, annähernde Normalverteilung und Varianzhomogenität; letztere ist mit s₁ = 8 gegen s₂ = 6 plausibel, andernfalls würde man auf die Welch-Variante ausweichen.

6. Welche Aussagen zu Voraussetzungen und deren Verletzung treffen zu? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ Bei verletzter Varianzhomogenität liefert die Welch-Korrektur des t-Tests mit angepassten Freiheitsgraden ein gültiges Ergebnis.
  • ✓ Bei kleinen Stichproben und stark schiefen Verteilungen ist der Mann-Whitney-U-Test die Alternative zum t-Test für unabhängige Stichproben.
  • ✓ Dank des zentralen Grenzwertsatzes ist der t-Test ab etwa 30 Fällen pro Gruppe robust gegenüber moderaten Abweichungen von der Normalverteilung.
  • ✓ Beim Chi-Quadrat-Test bezieht sich die Faustregel „mindestens 5“ auf die erwarteten Häufigkeiten.
  • Verletzte Unabhängigkeit der Beobachtungen lässt sich durch einen größeren Stichprobenumfang ausgleichen.
  • Nichtparametrische Verfahren haben bei erfüllter Normalverteilung stets die höhere Teststärke.

Lösung:

Richtig sind die Welch-Korrektur bei Varianzheterogenität, der Mann-Whitney-U-Test als Rangalternative, die Robustheit des t-Tests ab etwa 30 Fällen pro Gruppe und der Bezug der Faustregel auf die erwarteten Häufigkeiten. Falsch ist, dass verletzte Unabhängigkeit durch mehr Fälle heilbar wäre, und ebenso, dass Rangverfahren bei erfüllter Normalverteilung teststärker wären.

Die Unabhängigkeit ist die einzige der drei klassischen Voraussetzungen, die kein Korrekturverfahren rettet: Abhängige Beobachtungen unterschätzen den Standardfehler systematisch, und mehr Fälle verstärken diesen Fehler, statt ihn zu beheben. Hier hilft nur ein passendes Modell, etwa ein Mehrebenenmodell oder ein Test für abhängige Stichproben. Bei den Chi-Quadrat-Tests wird die Faustregel oft auf die beobachteten Häufigkeiten bezogen – gemeint sind jedoch die erwarteten, weil sie im Nenner der Prüfgröße stehen. Rangverfahren verzichten auf Verteilungsannahmen und zahlen dafür mit etwas geringerer Teststärke, sobald die parametrischen Annahmen tatsächlich zutreffen.

7. Die Populationsstreuung ist mit σ = 30 bekannt. Eine Stichprobe von n = 36 liefert x̄ = 512, getestet wird zweiseitig gegen μ₀ = 500 bei α = 0,05. Welche Prüfgröße und welche Entscheidung ergeben sich?

  • ✓ z = 2,40; wegen 2,40 > 1,96 wird H₀ verworfen.
  • z = 0,40; wegen 0,40 < 1,96 wird H₀ beibehalten.
  • z = 2,40; wegen 2,40 < 2,576 wird H₀ beibehalten.
  • t = 2,40 bei df = 35; der kritische Wert 2,030 wird überschritten, H₀ bleibt dennoch bestehen.

Lösung:

Weil σ bekannt ist, wird der z-Test gerechnet: z = (x̄ − μ₀) / (σ / √n) = (512 − 500) / (30 / 6) = 12 / 5 = 2,40. Der kritische Wert der Standardnormalverteilung beträgt bei α = 0,05 zweiseitig 1,96. Wegen 2,40 > 1,96 wird H₀ verworfen.

Bei bekanntem σ liefert die Standardnormalverteilung den kritischen Wert, Freiheitsgrade gibt es nicht. Der Wert 2,576 gehört zu α = 0,01 und ist hier nicht einschlägig; wer ihn heranzieht, testet unbemerkt auf einem strengeren Niveau. Der Wert 0,40 entstünde, wenn statt durch den Standardfehler σ / √n nur durch σ geteilt würde – das ist die Effektstärke, nicht die Prüfgröße. Passend zur Entscheidung liegt auch das Konfidenzintervall 512 ± 1,96 · 5 = [502,20; 521,80] vollständig oberhalb von 500.

8. Eine Studie mit 18 Personen pro Gruppe findet keinen signifikanten Unterschied (p = 0,42). Die Autorin schreibt: „Damit ist bewiesen, dass die beiden Trainingsformen gleich wirksam sind.“ Nimm fachlich Stellung und formuliere die Aussage korrekt.

Lösung:

Die Aussage ist unzulässig. Ein nicht signifikantes Ergebnis führt dazu, dass H₀ beibehalten wird – nicht dazu, dass sie angenommen oder bewiesen ist. Der Test ist unsymmetrisch aufgebaut: Beim Verwerfen von H₀ ist das Irrtumsrisiko durch α gedeckelt, beim Beibehalten ist das zugehörige Risiko β unbekannt und bei kleinen Stichproben groß.

Mit 18 Personen pro Gruppe ist die Teststärke für kleine und mittlere Effekte niedrig; ein vorhandener Unterschied wäre also mit erheblicher Wahrscheinlichkeit übersehen worden. Ein nicht signifikantes Ergebnis kann daher auch schlicht bedeuten, dass die Stichprobe zu klein war.

Korrekt formuliert: „Die Daten liefern keinen Beleg für einen Unterschied zwischen den Trainingsformen; H₀ wird beibehalten. Ob tatsächlich kein Unterschied besteht, lässt sich daraus nicht schließen.“ Wer Gleichwirksamkeit belegen will, braucht ein Äquivalenztestverfahren mit vorab definierter Toleranzgrenze und eine daran ausgerichtete Stichprobenplanung. Sinnvoll ist zusätzlich die Angabe des Konfidenzintervalls für den Unterschied: Ist es breit, zeigt es unmittelbar, dass auch relevante Effekte mit den Daten vereinbar bleiben.

„Kein Beleg für einen Unterschied“ und „Beleg für keinen Unterschied“ sind verschiedene Aussagen; die Verwechslung ist einer der häufigsten Fehler in Ergebnisberichten. Der p-Wert von 0,42 sagt lediglich, dass ein Ergebnis wie das beobachtete unter H₀ nicht überraschend wäre. Über die Wahrscheinlichkeit von H₀ selbst sagt er nichts. Volle Punkte gibt es für drei Elemente: die Unterscheidung zwischen Beibehalten und Annehmen, den Hinweis auf die unbekannte beziehungsweise niedrige Teststärke bei kleiner Stichprobe und eine korrekte Neuformulierung – idealerweise mit dem Hinweis auf Äquivalenztests oder das Konfidenzintervall.

9. Für einen Mittelwert wurde das 95-%-Konfidenzintervall [99,87; 108,13] berechnet; getestet werden soll zweiseitig gegen μ₀ = 100 bei α = 0,05. Welche Aussagen treffen zu? (Mehrfachauswahl)

  • ✓ Weil 100 im Intervall liegt, ist der zweiseitige Test nicht signifikant.
  • ✓ Ein 95-%-Konfidenzintervall und der zweiseitige Test zum Niveau 0,05 führen immer zur gleichen Entscheidung.
  • ✓ Bei größerem Stichprobenumfang würde das Intervall bei gleicher Streuung schmaler ausfallen.
  • ✓ Das Intervall zeigt zusätzlich zur Entscheidung, wie präzise geschätzt wurde.
  • Der wahre Mittelwert liegt mit 95 % Wahrscheinlichkeit in genau diesem Intervall.
  • Aus der Intervallbreite lässt sich der p-Wert direkt ablesen.

Lösung:

Richtig sind die vier Aussagen zur Entscheidungsäquivalenz, zur Übereinstimmung von Intervall und zweiseitigem Test, zur Verschmälerung bei größerem n und zum Präzisionsgewinn. Falsch ist die Wahrscheinlichkeitsaussage über den wahren Parameter im konkreten Intervall und ebenso die Behauptung, der p-Wert lasse sich aus der Breite ablesen.

Die 95 % beziehen sich auf das Verfahren: Bei wiederholter Stichprobenziehung überdecken 95 % der so berechneten Intervalle den wahren Parameter. Das konkret berechnete Intervall enthält ihn entweder oder nicht – eine Wahrscheinlichkeit im frequentistischen Sinn gibt es dafür nicht. Die Intervallbreite ergibt sich aus kritischem Wert mal Standardfehler und hängt damit an n, an der Streuung und am gewählten Niveau; sie zeigt zwar, ob μ₀ ein- oder ausgeschlossen ist, liefert aber keinen p-Wert, weil dafür der Abstand der Prüfgröße zur Verteilungsmitte nötig wäre.

10. 16 Personen werden vor und nach einem Training getestet. Die mittlere Differenz beträgt d̄ = 3,2 Punkte bei s_d = 5,0. Begründe die Wahl des Verfahrens, berechne Prüfgröße und Freiheitsgrade, entscheide bei α = 0,05 zweiseitig (kritischer Wert 2,131) und ordne das Ergebnis mit einer Effektstärke ein.

Lösung:

Verfahren: Es liegen zwei Messungen an denselben Personen vor, die Beobachtungen sind also nicht unabhängig. Gerechnet wird der t-Test für abhängige Stichproben über die Differenzen je Person; H₀: μ_d = 0 gegen H₁: μ_d ≠ 0.

Prüfgröße: Standardfehler der mittleren Differenz s_d / √n = 5,0 / √16 = 5,0 / 4 = 1,25, also t = 3,2 / 1,25 = 2,56 bei df = n − 1 = 15, wobei n die Zahl der Paare ist.

Entscheidung: Aus der t-Tabelle bei df = 15 und α = 0,05 zweiseitig lautet der kritische Wert 2,131. Wegen 2,56 > 2,131 liegt die Prüfgröße im Ablehnbereich, H₀ wird verworfen: Die mittlere Veränderung ist signifikant von null verschieden.

Einordnung: Als Effektstärke eignet sich d = d̄ / s_d = 3,2 / 5,0 = 0,64, also ein mittlerer bis großer Effekt. Erst diese Angabe macht das Ergebnis inhaltlich beurteilbar – Signifikanz allein sagt nichts über die Größe der Veränderung.

Der typische Fehler ist die Behandlung der 32 Messwerte als zwei unabhängige Gruppen mit df = 30. Das verletzt die Unabhängigkeitsannahme und verschenkt zugleich Teststärke, weil die Paarung die Unterschiede zwischen Personen herausrechnet. Die Prüfgröße wird über die Differenzen gebildet, deshalb gilt df = n − 1 = 15 mit n als Zahl der Paare. Zu prüfen bleibt die Normalverteilung der Differenzen, nicht die der Rohwerte; bei starker Schiefe oder sehr kleinem n wäre der Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test die Alternative. Eine sichere Aussage über Ursachen erlaubt das Vor-Nachher-Design ohne Kontrollgruppe im Übrigen nicht: Auch Übungs- oder Reifungseffekte kämen als Erklärung infrage.

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